CAN-FD – ISO 11898-1

Nachdem sich der CAN-Bus in der Automobilbranche flächendeckend durchgesetzt hatte, wurde zunehmend klar, dass die aktuelle Diagnosekommunikation höhere Anforderungen an Datenmengen und Geschwindigkeit stellt. Aus diesem Grund führte die Robert Bosch GmbH im Jahr 2012 CAN-FD ein, um diesen Anforderungen gerecht werden zu können. Die Abkürzung FD steht hierbei für „Flexible Datarate“ und ist in der ISO 11898-1 spezifiziert. Dabei wird das Nutzdatenfeld als wesentliche Veränderung von 8 Bytes auf bis zu 64 Bytes pro Frame erweitert und die Datenrate von maximal 1 Mbit/s auf maximal 8 Mbit/s erhöht. CAN-FD stellt somit wesentlich höhere Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit in den ECUs und wird deswegen üblicherweise von neueren High-Performance ECUs verwendet.

Der CAN-FD-Standard ist abwärtskompatibel zum herkömmlichen CAN-Standard. Beispielsweise sind auch hier für den Identifier die normale (11 Bit) und die Extended Adressierung (29 Bit) möglich.

Vergleich CAN zu CAN FD

Die Unterscheidung zwischen CAN- und CAN-FD-Frames erfolgt über eines der „Reserved“-Bits im Control Field, das FDF-Bit (FD Frame). Ist dieses Bit rezessiv, wird der folgende Frame als CAN-FD-Frame interpretiert. In diesem Fall wird die zweite Datenrate für die Übertragung der Nutzdaten mithilfe des neu eingeführten BRS (Bit Rate Switch) angewendet.

Welche Datenrate eingestellt wird, wird über das DLC Feld festgelegt:

Codierung der FD-Datenrate für die Nutzdaten im DLC Feld
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