SAE J1939

Die SAE J1939 Norm beschreibt einen Standard für die Vernetzung und Kommunikation von Nutzfahrzeugen (sowohl Straßenfahrzeuge als auch Baumaschinen). Dabei geht es hauptsächlich um Anwendungen, die das Chassis und den Antriebsstrang betreffen.

Bei SAE J1939 handelt es sich um ein dezentrales Multi-Master-System, das auf dem CAN-Bus basiert. Hierbei werden ausschließlich die 29-Bit-Identifier und eine feste Bitrate von 250 kBit/s verwendet. Weitere Normen, diemit diesem Transport-Protokoll in Verbindung stehen, sind das Busprotokoll SAE J1708 und die Applikationsschicht SAE J1587.

Alle Parameter der Kommunikation (Signale) werden auf vier sogenannten Speicherseiten verwaltet und in Parametergruppen (PGs) zusammengefasst. Diese sind in 8-Byte-Strukturen organisiert, um einen möglichst effektiven Datenaustausch über den CAN-Bus zu ermöglichen.

Abbildung: J1939 Frameaufbau
J1939 Frameaufbau

Für die Übertragung größerer Datenmengen kann außerdem eine direkte Peer-to-Peer Verbindung aufgebaut werden.

Für die Übertragung größerer Datenmengen können folgende Transport-Protokolle verwendet werden:

  • BAM – Broadcast Announce Message (per Broadcast an alle Teilnehmer)
  • CMDT – Connection Mode Data Transfer (per Peer-To-Peer an genau einen Teilnehmer)

Die Hauptnorm ist SAE J1939. Von dieser abgeleitet gibt es zahlreiche Unternormen, die spezielle Anwendungsfälle und Einzelheiten näher definieren.

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