SAE J1850
Die SAE J18520 Schnittstelle war sowohl für Diagnoseanwendungen als auch für die On-Board-Kommunikation vorgesehen. In den USA wurde der Zugriff früher als in Europa standardisiert, was zu einer früheren Einführung von OBD führte. Dabei kam der durch SAE J1850 genormte Bus zum Einsatz.
Die J1850 Norm enthält genau genommen zwei Normen. Diese unterscheidet sich auf der Ebene des Physical Layers und sind nicht kompatibel. Es gibt die sogenannte Ford-Variante und die von General Motors, Chrysler und weiteren Firmen verwendete Variante.
Eine Besonderheit dieser Norm ist, dass statt des üblichen NRZ-Verfahrens (Non Return to Zero) pulsbreitenmodulierte Signale zum Einsatz kommen. Beim Botschaftsformat wird zunächst ein Header gesendet, dem der Nutzdatenbereich von 0 bis 8 Bytes folgt. Abschließend wird ein Trailer mit einer Prüfsumme und einigen Steuerbits angehängt. Die Norm definiert eine „In-Frame-Response„. Bei kurzen Antworten auf eine Anfrage kann das Steuergerät direkt im Frame antworten.
Aufgrund der Eigenschaften von J1850 ist das System recht kompliziert zu implementieren, und benötigt in der Regel einen eigenen Kommunikation-Controller. Inzwischen wurde der Bus durch den CAN-Bus abgelöst.
