K-Line

Die K-Line (K-Leitung) war eines der ersten Bussysteme, das in der ISO 9141 spezifiziert und in der Fahrzeugdiagnose zur Kommunikation mit mehreren Steuergeräten eingesetzt wurde.

Sie funktioniert im Prinzip wie die aus der früheren PC-Welt bekannte serielle RS232-Schnittstelle, arbeitet jedoch mit anderen Pegeln. Über einen simplen Pegelwandler konnte sogar ein Computer direkt mit dem Fahrzeug kommunizieren.

In der Fahrzeugindustrie war die typische Geschwindigkeit von 10.400 Baud für Standarddiagnoseaktionen weit verbreitet, aber auch die anderen typischen Werte von 2.400, 9.600, 19.200 und bei den letzten Steuergeräten dieser Generation auch bis zu 115.200 Baud im Flash-Modus waren durchaus vertreten.

Damit ein Diagnosetester eine Verbindung zu einem Steuergerät aufbauen kann, muss die Verbindung zuerst initialisiert werden. Dieser Vorgang wird als Reizung bezeichnet. Hierbei kommt entweder das 5-Baud-Init oder das Fast-Init (mit einer Dauer von ca. 1,8 Sekunden) zum Einsatz. Bei dieser Initialisierung wird zusätzlich die Adresse des gewünschten Steuergeräts übertragen, d.h., nur das angesprochene Steuergerät nimmt die Kommunikation auf. Dadurch wird aus dem rein seriellen Frage-Antwort-Protokoll mit einem Steuergerät eine Art Bussystem, in dem man mehrere Steuergeräte adressieren kann, aber immer nur eines gleichzeitig pro K-Line. Während der Initialisierung wurde manchmal noch eine zweite Leitung benötigt. Diese führte jedoch ein Schattendasein und war nicht für die eigentliche Diagnosekommunikation spezifiziert.

Als erste Diagnoseprotokolle auf der K-Line werden oft KWP 1281 und KWP 2000 genannt. KWP 1281 wurde vom Hersteller Volkswagen genutzt. Erst KWP 2000 brachte durch die ISO 14230 eine echte Verbreitung. Eines der Hauptargumente für KWP 2000 war, dass man mit diesem Protokoll die Möglichkeit hatte, Steuergeräte auf eine einheitliche Weise mit neuen Programm- und Datenständen auszustatten, ein Vorgang, der als Flashen bezeichnet wird. Heute spricht man in diesem Zusammenhang eher von einem Software-Update.

Nach oben scrollen